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Styrum

Styrum war eine alte Siedlung am Unterlauf der Ruhr. Am 1. April 1910 wurde sie in den nördlichen Teil Unterstyrum als Stadtteil Styrum von Oberhausen und den südlichen Teil Oberstyrum als Stadtteil Styrum von Mülheim an der Ruhr geteilt.

Am 31. Oktober 2007 hatte dieser Stadtteil 6.894 Einwohner

Geschichte

Der Ort entstand vermutlich um ein ostfränkisches Reichsgut an einem Zweig des Hellwegs. Stiarhem wird urkundlich erstmals um das Jahr 1000 erwähnt. 1067 schenkt König Heinrich IV. das noch nicht kultivierte Land mit seinen Höfen dem Stift Kaiserswerth. Im Jahr 1200 weist Graf Arnold von Altena als Besitzer von Haus Styrum, dieses seiner Frau Mechthild von Holland zu Styrum, einer Tochter Florens' von Holland, als Wittum an. Graf Dietrich von Limburg, ein Sohn Friedrichs von Isenberg, erweitert im Jahre 1289 mit seinem Sohn Eberhard eine Kemenate vermutlich zu einem Wittum. Bis zum Jahre 1806 war die Herrschaft Styrum eine reichsunmittelbare Herrschaft. Im Zuge der napoleonischen Eroberungen wurde sie mit der Herrschaft Broich zum Amt Broich-Styrum, zu dem auch Mülheim gehörte, zusammengefasst.

Im Jahre 1871 kam August Thyssen nach Styrum, um hier Roheisen zu erzeugen und zu verarbeiten. Styrum wurde zum Industriestandort. Aufgrund des starken Zuzugs wurde Styrum von der preußischen Staatsregierung 1878 zur eigenständigen Gemeinde zwischen den Städten Mülheim und Oberhausen erklärt, zu welcher auch Alstaden und Dümpten gehörten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die neue Gemeinde etwa 21.000 Einwohner. 1904 wurde Styrum nach Mülheim eingemeindet, welches dadurch unter anderem 1908 zur Großstadt wurde. Der nördliche Teil Styrums wurde 1910 gemeinsam mit Alstaden und Teilen von Dümpten wieder ausgegliedert und der Stadt Oberhausen zugeordnet.

Herrschaft Styrum

Die Herrschaft Styrum wurde vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1806 von der Linie der Grafen Limburg-Styrum des Hauses Limburg beherrscht und hatte ihren Sitz in Styrum.

Zuerst benannte sich 1289 Graf Eberhard von Limburg, ein Enkel Friedrich von Isenbergs, als Graf von Limburg-Styrum. Im gleichen Jahr ließ er anstelle eines alten Hofgutes in Styrum gemeinsam mit seinem Vater Dietrich von Altena-Isenberg ein erstes Burghaus errichten. Seine Nachkommen hatten in ununterbrochener Folge die Herrschaft von Limburg-Styrum inne. Im Jahr 1442 wurde der Herrschaft der Status eines Reichslehens zugesprochen.

Durch die Heirat von Georg von Limburg-Styrum mit Irmgard von Wisch, die Erbin von Bronkhorst und Wisch war, kamen diese Besitzungen zu Styrum hinzu. Durch die Heirat von Jobst von Limburg-Styrum mit Gräfin Maria von Schauenburg-Holstein, die Erbin von Gemen war, kam auch Gemen zu Styrum hinzu. Durch eine Erbteilung nach dem Tod Hermann Otto I. von Limburg-Styrum wurden die Besitzungen auf dessen Söhne aufgeteilt.

Nach dem Tod des letzten Grafen von Limburg-Styrum Ernst Maria im Jahr 1809 erbte die Schwester seiner Ehefrau Sophie Charlotte von Humbracht, Maria Margarete das Schloss Styrum, die Besitzungen wurden in der Folge einzeln verkauft.

 

 

Herren von Styrum

1301–1304 Eberhard I.

1304–1328 Dietrich II.

1304–1364 Johann

1364–1398 Dietrich III., Bruder von Johann

1398–1425 Eberhard

1425–1459 Wilhelm I.

1493–1506 Adolf

1506–1521 Wilhelm II.

1521–1552 Georg

1552–1574 Hermann Georg

1574–1621 Jobst

1621–1644 Hermann Otto I.

1644–1664 Moritz

1664–1703 Moritz Hermann

1703–1749 Christian Otto

1749–1760 Karl Joseph August

1760–1794 Philipp Ferdinand, Bruder von Karl Joseph August

1794–1806 Ernst Maria, Bruder von Philipp Ferdinand